von Leo F. Postl
„Udomat und die Panikgenossen“ spielten beim 30. Lions-Benefizkonzert in Neu-Isenburg. Christian Pietsch als Udo-Double hat sogar den persönlichen Segen des Originals.
Neu-Isenburg – „We serve“ (wir dienen) lautet das Motto der Lions Clubs weltweit. In Neu-Isenburg sagt man aber auch: „Nicht viel reden, einfach machen.“ Der örtliche Lions Club will dort helfen, wo Unterstützung nötig ist. Dafür braucht es aber auch Geld – und dies wird neben persönlichen Engagements der Mitglieder auch durch Sponsoren und durch das jährliche Benefiz-Konzert aufgebracht.

350 Besucher begeistert
Um das Konzert zu einem auf finanziell besonderen Erfolg werden zu lassen, bedarf es einer besonderen Band als „Zugpferd“. Diesmal folgte die Udo-Lindenberg-Coverband „Udomat und die Panikgenossen“ der Einladung nach Neu-Isenburg. Als „Udomat“ schlüpft Christian Pietsch in die Rolle von Udo Lindenberg. Er begeisterte mit seinen Panikgenossen in der Hugenottenhalle über 350 Gäste und sorgte für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte.
In seiner Begrüßung verwies Lions Club-Präsident Michael Kurz auf ein mehrfaches Jubiläum, das an diesem Abend gefeiert wurde. „Wir haben heute das 30. Lions-Benefizkonzert, die Hugenottenhalle feiert im kommenden Jahr ihr 50‑jähriges Bestehen – und Udo Lindenberg ist kürzlich 80 Jahre jung geworden.“ Michael Kurz führte beispielhaft ein paar gute Taten des Isenburger Lions Clubs an, der im vergangenen Jahr ein Spendenvolumen von 65.000 Euro „erwirtschaften“ konnte.
„Wir haben das Projekt Klaro der Klasse 2000 an der Albert-Schweitzer-Schule mit 2.750 Euro unterstützt, die Tagesmütterzentrale mit 2.300 Euro, weitere 4.500 Euro gingen an die Dinobahn, 5.000 Euro an die Mobile Jugendarbeit Moja, die Ideenflamme Jugend forscht der Goetheschule haben wir mit 3.000 Euro unterstützt und jeweils 2.000 Euro gingen an den VdK Neu-Isenburg und die Speisekammer St. Josef“, so Kurz. Er dankte allen, die sich, in welcher Art und Weise auch immer, eingebracht haben, für ihr Engagement – das habe vielen bedürftigen Menschen in der Stadtgesellschaft geholfen. Den beiden Bürgerstiftungen „Jugend & Beruf“ und „Altenhilfe“, die der Lions Club Neu-Isenburg zusammen mit der Stadt gegründet hat, konnte 2025 ein Beitrag von je 20.000 Euro ausgeschüttet werden. Wer einmal den Vorstandsvorsitzenden der VR Bank Dreieich-Offenbach, Stephan M. Schader, und seine Frau Tanja in Schürze sehen wollte, der war beim Benefiz-Konzert richtig – beide servierten den Gästen Brötchen und Würstchen mit Senf. Past-Präsidentin Stephanie Riedl ging mit ihrem „Bauchladen“ durch die Reihen und bot Hütchen mit Eierlikör gegen eine kleine Spende an. Aber auch andere Vorstandsmitglieder packten mit an, um Wein, Bier und andere Getränke auszuschenken – mit dabei auch Schülerinnen und Schüler des Abi-Jahrgangs der Goetheschule um Susanne Schick. Der Auftritt von Udomat und seinen Panikgenossen begeisterte echte Lindenberg-Fans, wenngleich es anderen „viel zu laut“ war und ihnen der Schallpegel außerhalb des Saales völlig reichte.
Viele Gäste waren sich an diesem Abend einig: An das Udo-Double aus Hessisch-Lichtenau kommt kein anderer ran. Habitus, Gestik und Gesang sind ganz nah dran am Original. Christian Pietsch hat sogar den Segen von Udo Lindenberg höchstpersönlich und hat ihn schon ganz offiziell vertreten.