Lions Club Neu-Isenburg

PK zum 10-jährigen Bestehen der Stiftung Jugend & Beruf

PK zum 10-jährigen Bestehen der Stiftung Jugend & Beruf

 

Die Bürgerstiftung „Jugend & Beruf“ hat sich noch viel vorgenommen. Das Foto zeigt (von links) den Ersten Stadtrat Stefan Schmitt mit den Vorstandsmitgliedern Marion Weigand, Konstantin Toomeh, Prof. Hans-Ludwig Grüschow und Lisa Würtenberger. Es fehlen Herbert Hunkel, Frank Claus und Jörg Knitter.

op-online 14.11.19

Seit zehn Jahren ist die gemeinsam von dem Lionsclub und der Stadt Neu-Isenburg getragene Bürgerstiftung „Jugend & Beruf“ für den Nachwuchs im Einsatz.

Neu-Isenburg – Seitdem konnten mehr als 137. 000 Euro eingesetzt werden, um Jugendlichen beim Übergang von der Schule in das Berufsleben zu helfen. „Es ist eine tolle Institution“, lobt Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Wenn es die Stiftung nicht gebe, müsste man sie erfinden. In den vergangenen zehn Jahren sei viel getan worden, was die Stadt allein nicht hätte umsetzen können.

Doch statt sich auf den Erfolgen auszuruhen und zu feiern, hat der Vorstand den Geburtstag zum Nachdenken genutzt, um noch besser zu werden, wie Stiftungsvorstand Prof. Hans-Ludwig Grüschow betont. Auf der Agenda steht eine intensive Zusammenarbeit mit der Brüder-Grimm-Schule, um die Schüler im Rahmen einer gemeinsamen Konzeption zu fördern.

Im Zentrum des Engagements, jungen Menschen einen perfekten Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen, steht die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft am Standort. Davon profitieren nicht nur die Schulabgänger, sondern auch die Ausbildungsbetriebe in der Stadt. Das Spektrum reicht von Mitteln für fehlende oder ergänzende Schulmaterialien bis zur individuellen Unterstützung besonderer Talente.

Es gehe darum, „besondere Förderungen zu ermöglichen, Talente der jungen Menschen zu entwickeln und den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern“, fasst Grüschow die Ziele zusammen. Den Schulen würden zudem durch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen verbesserte Möglichkeiten gegeben, ihre Schützlinge möglichst realitätsnah an die Anforderungen heranzuführen.

Gefördert werden auch Kultur, Sport und Sozialarbeit. Die Musikschule wird beispielsweise beim jährlichen Stipendienwettbewerb unterstützt, der am Samstag (9.30 bis 13 Uhr in der Hugenottenallee 82) ansteht. In den Genuss kamen bereits mehr als 100 Schüler des Instrumentalunterrichts. Der Erfolg und die Nachhaltigkeit des Wettbewerbs wird besonders am Beispiel des hochtalentierten Pianisten Yuanzhen Sun deutlich. Mit elf Jahren kam der Junge aus China ohne Deutschkenntnisse nach Neu-Isenburg. Dank der Sprachförderung durch die Stiftung schaffte er es innerhalb von drei Jahren, sein Deutsch auf den Stand seiner Altersgenossen zu bringen und gleichzeitig beachtliche Erfolge am Piano zu feiern. „Das ist gelebte Integration“, freut sich Grüschow.

Im sportlichen Bereich wird die Olympiahoffnung Eileen Demes vom TV 1861, die über 400 Meter international für Bestleistungen sorgt, unterstützt. Die Stiftung hilft ihr, den professionellen Trainingsbetrieb mit dem Studium unter einen Hut zu bringen.

Musikschulleiter Thomas Peter-Horas sieht in der gleichzeitigen Förderung von Musik und Sport eine wunderbare Ergänzung. Es gehe in beiden Bereichen um Teamgeist und Wettkampf sowie um die Entwicklung von Eigenschaften wie Disziplin und Durchsetzungsvermögen, die von den Jugendlichen im späteren Berufsleben benötigt werden.

Auf die Bedeutung der Stiftung für die Mobile Jugendarbeit und die Streetworker weist Anne Zettler vom zuständigen Verein MoJa hin. Neben der finanziellen Förderung beispielsweise des gelben Streetworker-Autos engagieren sich Vorstandsmitglieder der Stiftung persönlich im Verein. Aktuell geht es darum, Anlaufstellen für ältere Jugendliche wie das Café Zukunft zu ermöglichen.

Auf die angestrebte Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung freut sich Heike Adam von der Brüder-Grimm-Schule (Haupt- und Realschule mit Förderstufe). Es könnten Aktionen für die Schüler zur Berufsorientierung umgesetzt werden, für die sonst keine Mittel vorhanden wären. Und da gebe es schon einige Idee. Adam nennt als Beispiele den Besuch von Talentwerkstätten oder das Bewerbungstraining mit der Unterstützung von Externen.

VON HOLGER KLEMM

op-online vom 14.11.19