Lions Club Neu-Isenburg

Unser Clubmitglied fährt um die halbe Welt

Unser Clubmitglied fährt um die halbe Welt

Lesen Sie nachfolgend den Artikel der OP vom 22.3.17 von Leo F.Postl

Neu-Isenburg –
20.400 Kilometer zu zweit um die halbe Welt: Von Neu-Isenburg bis nach Pattaya in Thailand sind Andrea und Frank Klaus mit ihrem umgerüsteten VW-Bus gereist. Ein unvergessliches Erlebnis. 

Eine Reise im Auto über Land von der Hugenottenstadt nach Thailand – wie kommt man darauf? Und warum gerade Thailand? Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Frank Klaus reist jedes Jahr mindestens einmal beruflich in das Land der Siam-Tiger. „Man setzt sich hier ins Flugzeug und nach zwölf Stunden ist man in Bangkok – aber hat von all den tollen Landschaften, die man überfliegt, überhaupt nichts gesehen. Das wollten wir ändern“, beschreibt Klaus den Anstoß zu dieser besonderen Reise, von der er und seine Frau Andrea viele spannende Geschichten mitgebracht haben. „Das Dazwischen sind faszinierende Landschaften, unterschiedliche Kulturen und stets Menschen, die uns freundlich begegnet sind.“

Auf Einladung des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur hat das Paar nun Eindrücke seiner Reise geschildert. „Allein von der Idee bis zur Umsetzung hat es über drei Jahre gedauert, denn es gab Dinge zu berücksichtigen, an die man vorher überhaupt nicht gedacht hat – und es kamen auch noch weltpolitische Ereignisse dazu, die gleich mehrfach eine Änderung unserer geplanten Route erforderten“, blicken sie auf langwierige Vorbereitungen zurück. So galt es, einen VW-Bus technisch so aufzurüsten, dass er nicht nur schwierige Straßen meistern konnte. Sondern er sollte auch als Küche, Wohnstube und Nachtlager geeignet sein. „Wichtigstes Einbauteil war für uns ein großer Kühlschrank, denn nach der Ankunft an jeder Station sollte es ein Lande-Bier geben“, scherzt Klaus.

Zwölf Länder lagen auf der Route der bekannten Isenburger: Polen, die baltischen Staaten, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, China, Laos, Kambodscha und Thailand. Im Mai 2016 ging es los. Die einst auf rund 14 000 Kilometer angesetzte Tour hatte sich mittlerweile auf rund 20 000 Kilometer erweitert – dies war nötig, um Konfliktregionen zu umfahren. Von Neu-Isenburg aus ging es direkt nach Berlin, von dort in die Baltischen Staaten, wobei Riga (Lettland) und Tallin (Estland) beiden als wahre historische Schmuckkästchen in Erinnerung geblieben sind. Über St. Petersburg mit seinen großen Palästen ging es dann durch schier endlosen russischen Weiten gen Kazan. „Das ist ein traumhaftes Städtchen mit einem Kreml im Kleinformat“, gibt Frank Klaus die Erläuterungen zu den wunderschönen Bildern.

Die Landschaft wurde eintöniger und die Straßen schlechter, das Paar übernachtete in der „russischen Pampa“ auf sicheren Laster-Parkplätzen. In Kasachstan riskierten sie einen Blick aus der Ferne auf das bestens abgesicherte Raumfahrtzentrum Baikonur, dann ging es weiter durch 1 800 Kilometer „nichts als Steppe“.

In Usbekistan änderte sich nicht nur das Landschaftsbild, auch die Menschen seien die fleißigsten der ganzen Gegend, entsprechend gepflegt seien Straßen, Häuser und Gärten. „Samarkand ist der Wahnsinn“, beschreibt Klaus das Ensemble von Moscheen, Parks und Palästen. Das Paar wäre am liebsten dort geblieben, musste aber weiter. Im Vergana-Tal, durch das schon Alexander der Große gezogen war, fühlten sich die Isenburger wie im Mittelalter. Aus der 40-Grad-Hitze von Buchara ging es immer weiter bergauf, wo sie auf der Hochebene die ersten Jurten sahen. Am zweithöchsten See der Welt trafen Andrea und Frank Klaus, wie im Vorfeld abgestimmt, auf eine Mitarbeiterin und ihre Familie – da wurde eine Grillparty gefeiert.

Bei Kashgar überquerten sie dann die „spannendste“ Grenze, jene zu China. „Dort kam ein Aufpasser zu uns ins Auto und wir mussten peinlich genau alle Tagesetappen einhalten“, schildert Klaus. So mussten schöne Landschaften auch mal ohne Halt passiert werden, dafür hatten sie dann in Lhasa mehr Zeit. Die Luft wurde immer dünner und am höchsten Pass mit 5347 Metern blieb sie schon mal kurz weg. Der Blick zum Gipfel des nahen Mount Everest bleibt unvergessen. Über das noch ländlich wirkende Luang Prabang (Laos) fuhren sie – dann wieder alleine – zum breitesten Wasserfall der Welt; der Mekong ist dort nahezu zehn Kilometer breit. Weiter ging es nach Kambodscha.

Die spannende Reise endete in Pattaya. Dort wurde der VW verschifft und das Paar kehrte per Flugzeug in die Hugenottenstadt zurück.

 

Artikel der op-online vom 22.3.17

 

Die ganze Geschichte mit allen Fotos finden Sie hier :

Reiseblog von Andrea und Frank Klaus