15.Protokoll vom 5.6.18

Präsenz: 21 Mitglieder und 14 Damen

Der Präsident begrüßte die zahlreich anwesenden Mitglieder, ihre Damen und als Gäste Michael Kurz, Herrn Reineke (Stadtwerke NI) sowie als Referenten Andreas Frache.

Es lagen keine aktuellen Themen vor.

  1. Der nächste Clubabend ist die Amtsübergabe von Frank Klaus zu Volker Wehrmann und seiner Mannschaft. Für den Fototermin beginnt der Abend bereits um 19 Uhr.
  2. Diethelm Rahmig, Gründungsmitglied des LCNI verliest eine Erklärung, warum er nach 40jähriger Mitgliedschaft den Club zum 30.6.18 verlassen möchte – er ist der Meinung, als inaktives Mitglied dem Clubgedanken nicht mehr zu nützen, möchte dem Club aber innerlich verbunden bleiben, und er freut sich über jede Begegnung und Lebenszeichen seiner Lions-Freunde.
  3. Andreas Frache berichtet in einem überaus spannenden Vortrag über seine Reise nach Nordkorea im Jahr 2014, die er ganz spontan mit einem Freund unternommen hat.

Die dortige Militärdiktatur und die Chuch’e-Ideologie lassen allerdings keine Reise ohne „Begleiter“ zu. So fand die 14tägige Reise mit  zwei Führern und einem Fahrer statt. Interessant ist die „göttliche“ Verehrung des verstorbenen  Staatspräsidenten Kim II Sung und des ebenfalls toten Generalsekretärs Kim Jong II – Kim Jong Un ist eigentlich nur der Vorsitzende der Verteidigungskommission. So erklären sich auch über 40 Feiertage des Landes.

Das von China, Russland und Japan  umgebene Nordkorea sieht sich deshalb von all seinen Nachbarn bedroht, aber auch von den USA.       Die 24 Mio. Bewohner leben auf einer Fläche von 121.000 Quadrat-kilometern (ca. 200 pro qkm). Das Bruttoinlandsprodukt des Landes liegt bei 583 $ pro Jahr (BRD 41.936 $).

Die größten Probleme bestehen bei der Ernährung – 42% sind unterernährt, die Lebenserwartung für Männer liegt bei 67 bei Frauen bei 74 Jahren. Auch die Strom-/Energieversorgung ist durch Sperren und Ausfälle gekennzeichnet. Ein weiteres Problem ist die Menschenrechts-situation – die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, der Wohnort wird zugewiesen, Reisen nur mit Genehmigung, Konzentrations- und Arbeitslager, Öffentliche Hinrichtungen, keine rechtsstaatlichen Normen oder Religionsfreiheit sowie das Fehlen von Informationsfreiheit – kein Internet oder internationales Telefonieren.

Die Repräsentationsbauten wie Großhotels haben zumeist nur wenige ausgebaute Etagen und wegen des Embargos Aufzüge verschiedener Hersteller – eigens für Herrn Frache und seinen Freund wurde ein Hotel an einem historischen Ort „in Betrieb genommen“!

Im Alltag erlebt man ausrangierte Berliner Straßenbahnen und ein U-Bahn-Netz über 150 m unter der Erde als getarnter Bunker, sowie die Folgen der Unterernährung, dazu hohe Strafen bei Gesten gegen die Herrscher.

(Alle Folien des Vortrags werden auf die Homepage gestellt).

 

Die Geburtstage noch im Juni: 24.6. Heike Vorborg (Großjohann) und  29.6. Monika Knell

 

Der nächste Lions-Abend – mit Damen – findet zur Amtsübergabe am Donnerstag, dem 21.6.18,  um 19 Uhr (!) statt.                     

 

11.6.18,  Axel Mendzigall,                                                                                                                       Sekretär 2017/18